Hausmittel gegen Sodbrennen: Tipps bei Beschwerden

Zwei lächelnde Frauen unterhalten sich in gemütlicher Atmosphäre, eine hält ein Glas Wasser in der Hand.

Ein Brennen steigt die Speiseröhre herauf. Im Oberbauch entsteht ein unangenehmer Druck, der Hals schmerzt säuerlich bei jedem Aufstoßen. Wenn du wie ca. 20 Prozent der Deutschen immer wieder unter Sodbrennen leidest, kennst du diese Symptome nur zu gut. Einige Hausmittel können die Beschwerden glücklicherweise lindern. Welche tatsächlich wirken und bei welchen Mythen du aufpassen solltest, erfährst du in diesem Text.

von Kevin Berg, Journalist

Das Wichtigste in 60 Sekunden

Unser Service für dich:

  • Sodbrennen äußert sich auf unterschiedliche Weise. Es kann durch Druck im Oberbauch, ein Brennen in der Speiseröhre und hinter dem Brustbein bemerkbar werden. Auch saures Aufstoßen und ein bitterer Geschmack im Mund können auf das Symptom hindeuten.
  • Magensäure reizt die Schleimhaut. Sodbrennen entsteht durch den Kontakt von Magensäure mit der ungeschützten Schleimhaut der Speiseröhre.
  • Hausmittel können Linderung verschaffen. Mit Natron, stillem Wasser oder Mandeln kannst du die Symptome abschwächen.
  • Bestimmte Lebensmittel wirken präventiv. Ingwer, Haferflocken oder Heilerde können helfen, Sodbrennen vorzubeugen.
  • Reizstoffe solltest du meiden. Damit du deinen Magen nicht zusätzlich belastest, solltest du auf Alkohol oder Zigaretten verzichten. Auch fettige oder scharfe Speisen fördern die Säureproduktion im Magen.

Wie entsteht Sodbrennen?

Von dem brennenden Gefühl in der Speiseröhre kann jeder Mensch betroffen sein. Ursache ist oft eine Störung des Ösophagussphinkters. Das ist der Schließmuskel zwischen deinem Magen und der Speiseröhre. Normalerweise verhindert er, dass der Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt. Schließt dieser Muskel nicht richtig, passiert genau das: Speisebrei und Magensäure gelangen in die Speiseröhre – ein Vorgang, der als Reflux bezeichnet wird. Dieser Rückfluss reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und verursacht das typische Brennen.

Zahlreiche Faktoren können Sodbrennen begünstigen:

  • Der Verzehr von fettreichen, scharfen oder säurehaltigen Lebensmitteln
  • Üppige Mahlzeiten, die den Magen überdehnen
  • Übergewicht, das den Druck auf den Magen erhöht
  • Schwangerschaft - durch hormonelle Veränderungen und Druck des Fötus auf innere Organe
  • Bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel oder Antidepressiva
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum, die den Schließmuskel schwächen
  • Stress, der die Säureproduktion im Magen erhöht
  • Liegen nach einer Mahlzeit oder das Tragen zu enger Kleidung 

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Diese Hausmittel lindern Sodbrennen

Ob durch eine üppige Mahlzeit oder ein fettiges Gericht – Sodbrennen kann schnell entstehen und dich über Stunden plagen. Treten das typische Brennen und ein Druckgefühl im Oberbauch auf, können verschiedene Hausmittel Abhilfe schaffen.

Lächelnde Frau mit welligem braunen Haar hält ein Glas Wasser in der Hand und schaut zur Seite.

Stilles Wasser

Spürst du das verräterische Brennen in der Speiseröhre, kannst du mit stillem Wasser gegenwirken. Es verdünnt die austretende Magensäure und lindert die Beschwerden. Zudem spülst du den ausgetretenen Speisebrei zurück in den Magen. Mit speziellen Heilwässern, die mit Mineralstoffen angereichert sind, kann dein Körper die Säure besser neutralisieren. Vermeide jedoch zu kaltes Wasser. Es kann deinen Magen zusätzlich reizen und die Beschwerden verstärken.

Wichtig: Wasser mit Kohlensäure bringt keine Besserung bei Sodbrennen. Durch die Kohlensäure reizt du deinen Magen und die Speiseröhre nur zusätzlich.

Natron

Leidest du unter Sodbrennen, hast aber keine Kautabletten von Sobrade® in der Hausapotheke, kann Natron deine Beschwerden mildern. Löse dafür einen Teelöffel Natron in einem Glas Wasser auf. Trinke ein- bis dreimal am Tag ein paar Schlucke dieser Lösung. Das im Natron enthaltene Hydrogencarbonat wirkt basisch und neutralisiert die überschüssige Magensäure, indem es im Wasser CO2 freisetzt.

Warnung: Verwende Natron nur gelegentlich als Hausmittel. Konsumierst du zu viel davon, kannst du den pH-Wert deines Magens stören. Das führt wiederum zu einer gesteigerten Produktion von Magensäure.

Mandeln kauen

Viele Nüsse und Kerne gelten als Superfoods – und manche Menschen berichten, dass Mandeln bei Sodbrennen helfen können. Zerkaue vier bis sechs Mandeln gründlich, bis eine breiige Masse entsteht. Diese kann die Magensäure binden und zurück in den Magen transportieren. Die Symptome klingen dadurch ab. Auch enthalten Nüsse und Kerne viel Eiweiß, das Säuren neutralisieren kann.

Kaugummi kauen

Du kennst das Gefühl sicher. Als Reaktion auf lästiges Sodbrennen strömt vermehrt Speichel in deinen Mund. Das ist eine natürliche Schutzreaktion, denn Speichel kann kleine Mengen der ausgetretenen Magensäure verdünnen. Kaust du zusätzlich einen Kaugummi, kannst du die Speichelproduktion weiter anregen. Dadurch schluckst du häufiger, was den Rückfluss von Speisebrei und Magensäure in den Magen fördert.

Mythos-Check: Joghurt und Milch gegen Sodbrennen?

Auch Milchprodukte gelten als bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen. Doch ist das wirklich so? Die Wissenschaft ist sich uneinig. Zwar könnte das in Milchprodukten enthaltene Kalzium die Beschwerden und das Risiko von Sodbrennen senken, doch zweifelsfrei bewiesen ist das nicht.

Außerdem enthalten Milchprodukte oft Fett, das Sodbrennen begünstigen kann. Eine Studie der Universität für Medizin und Pharmazie im rumänischen Cluj zeigte, dass fetthaltige Lebensmittel Sodbrennen fördern können. Zudem vertragen rund 15 Prozent der Deutschen keine Laktose. Auch Milch und Joghurt haben leicht saure pH-Werte, was den Magen zusätzlich reizen kann.

Trotzdem können sie bei manchen Menschen helfen. Möchtest du Milchprodukte testen, wähle fettarme Produkte und teste zunächst nur kleine Mengen.

Mit diesen Hausmitteln beugst du Sodbrennen vor

Symptome zu lindern ist gut – sie zu vermeiden, noch besser. Damit Sodbrennen gar nicht erst entsteht, solltest du auf üppige Portionen und besonders fettige Lebensmittel verzichten. Wenn du isst, kau die Happen gründlich durch. Mindestens 30-mal pro Bissen.

Zu den empfohlenen sogenannten Lifestyle-Modifikationen, wie man neudeutsch sagt, gehören auch andere Hinweise. Zum Beispiel der Verzicht auf späte Mahlzeiten. Hochgelagertes Schlafen. Eine Reduktion des Körpergewichts sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

Svenja Prütz | Fachreferentin für Medical Training bei Pohl-Boskamp

Neben Hausmitteln zur Linderung gibt es auch natürliche Helfer zur Vorbeugung – dazu zählen Heilerde, Kamillentee und Haferflocken.

Heilerde

Heilerde ist ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen. Sie zeichnet sich durch ihre hohe Säurebindungskapazität aus, die überschüssige Magensäure neutralisiert und so vorbeugend wirken kann. 

Löse dafür zweimal täglich zwei Teelöffel in einem Glas Wasser auf und trinke die Lösung in kleinen Schlucken. 

Expertinnen und Experten empfehlen die Einnahme morgens auf nüchternen Magen und abends vor dem Schlafengehen. Bedenke jedoch, dass die vorbeugende Wirkung der Heilerde erst nach etwa sechs Wochen regelmäßiger Einnahme eintritt. Die Kautabletten von Sobrade® wirken deutlich schneller und schmecken zudem mild nach Minze.

Wichtig: Achte beim Kauf auf den Anwendungsbereich der Heilerde. Produkte, die zur äußerlichen Anwendung gedacht ist, solltest du nicht trinken.

Kamillentee

Befürchtest du Sodbrennen nach einem fettigen Abendessen, kann eine Tasse Kamillentee helfen. Der in den Blüten enthaltene Pflanzenstoff Apigenin entspannt den Magen und beruhigt die Magenschleimhaut.

Dadurch wird weniger Magensäure produziert und der Druck auf den Schließmuskel sinkt. Die Schleimstoffe der Kamille neutralisieren zudem überschüssige Säure.

Haferflocken

Haferflocken sind vielleicht kein kulinarisches Highlight, können aber bei Sodbrennen helfen. Ob roh, als Porridge oder Haferschleim – das Getreide kann Beschwerden lindern und Reflux vorbeugen. Ähnlich wie zerkaute Mandeln bindet der Haferbrei überschüssige Säure in der Speiseröhre und im Magen. Auch sättigen Haferflocken langanhaltend und vermeiden, dass du zu viel isst. Die enthaltenen Ballaststoffe regulieren wiederum deinen Blutzuckerspiegel. Das beeinflusst die Säureproduktion im Magen.

Tipp Icon
Wann du medizinische Hilfe benötigst

Die verschiedenen Hausmittel können deine akuten Beschwerden lindern und Sodbrennen vorbeugen. Tritt es dennoch regelmäßig oder länger als zwei Wochen auf, solltest du eine Arztpraxis aufsuchen. Auch bei zusätzlichen Symptomen wie starken Schluckbeschwerden oder unerklärlichem Gewichtsverlust ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.

Was du vermeiden solltest

Jede Vorsorge verpufft, wenn du deinen Magen mit ungesunden Angewohnheiten oder mächtigen Mahlzeiten reizt. Auch bestimmte Getränke können das schmerzhafte Brennen auslösen. Wenn du Sodbrennen vorbeugen möchtest, solltest du folgende Konsumgewohnheiten reduzieren.

Nahaufnahme einer Frau mit Burger in der Hand, während sie sich die Finger ableckt.

Rauchen, Alkohol und Kaffee

Die liebsten Genussmittel der Deutschen können Sodbrennen stärker fördern, als du denkst. Das Nikotin der Zigaretten lässt den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre erschlaffen. Das ebnet der Magensäure den Weg, die dadurch leichter die Speiseröhre angreifen kann. Auch senkt der Rauch deine Speichelproduktion. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus und ihre Schutzfunktion sinkt.

Alkohol hat ähnliche Auswirkungen. Besonders bei starkem Konsum erschlafft der Schließmuskel. Gerbstoffe in Rotwein und Whiskey regen zudem die Säureproduktion im Magen an. Das begünstigt den Reflux.

Auch fördert Kaffee das stechende Brennen. Das beliebte Getränk enthält viele Gerbstoffe und Studien zeigen, dass sie den Schließmuskel entspannen können. Allerdings sind diese Effekte individuell und viele Menschen bleiben von diesen Effekten verschont.

Säurefördernde Speisen und Getränke

Ein scharfes Chili brennt nicht nur im Mund, es kann auch Magen und Speiseröhre reizen. Die Inhaltsstoffe, insbesondere Capsaicin, fördern nämlich die Säureproduktion im Magen.

Leidest du bereits unter Sodbrennen, können scharfe Speisen die Symptome noch verstärken. Gleiches gilt für fettige oder saure Gerichte und Getränke. Zitrusfrüchte zählen zu den sogenannten „Säurelockern“ und regen die Produktion von Magensaft an. Diese Last kann der Schließmuskel nicht mehr halten und die Säure dringt in die Speiseröhre.

Schokolade und Pfefferminz

Besonders dunkle Schokolade kann bei Magenbeschwerden oder Verstopfungen helfen. Doch die kakaohaltige Süßigkeit hat auch negative Effekte. Eine Studie an der University of Central Florida (UCF) zeigt, dass Schokolade die Spannung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre verringern kann. Ursache ist Methylxanthin, eine koffeinähnliche Verbindung, die Sodbrennen begünstigt. Weiße Schokolade enthält zwar keine nennenswerten Mengen an Methylxanthin, dafür jedoch große Mengen Fett, was ebenfalls problematisch sein kann. 

Achtung: Obwohl Pfefferminze als ein probates Mittel zur Behandlung von Magenkrämpfen gilt, kann die entspannende Wirkung den Schließmuskel hemmen. Das Risiko für Sodbrennen würde in diesem Fall steigen. Sobrade® enthält deshalb nur Aromastoffe von Pfefferminze, nicht aber deren biologisch wirksamen Stoff.

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Veröffentlicht am 14.11.2024